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Aminatas Augenlicht: Hoffnung für die ganze Familie

Ein Mann in einem orangenen Hemd testet Amanitas Sehkraft indem er einen Finger hochhält. Amanita hat ein Auge zugedeckt und versucht die Finger des Mannes zu erkennen.

Grauer Star ist eine der Hauptursachen fürs Erblinden. Mehr als 65 Millionen Menschen weltweit haben diese Augenkrankheit – auch Aminata aus Burkina Faso ist von Geburt an blind. Doch es braucht nur eine kurze Operation, um ihr zu helfen.

Schon als kleines Mädchen krabbelt Aminata orientierungslos am sandigen Boden herum, weint viel und weiß nicht wohin. Bei genauerem Hinsehen sind weiße Flecken in den Augen des Mädchens zu erkennen. Doch diese Beobachtungen sind für ihre Eltern Sofiatou und Adama, nicht möglich. Beide sind blind und brauchen Unterstützung, um auf ihre Tochter aufzupassen. 

Die Verwandtschaft verurteilt das junge Paar überzeugt, sie hätten ihre Kinder mit ihrer Blindheit angesteckt. Für Sofiatou und Adama eine Zeit voller Verzweiflung. Sie brauchen die Hilfe und Unterstützung ihrer Familie und der Gemeinschaft im Dorf, um zu überleben. Gleichzeitig wünschen sie sich nichts mehr, als dass ihre Tochter einmal ein besseres Leben führen kann. 

Unerwartete Hilfe in abgelegenen Regionen

Wir von Licht für die Welt sind mit unseren Augengesundheitsprogrammen auch in den abgelegensten Regionen der Welt unterwegs. Gerade in Burkina Faso ist unsere Hilfe besonders wichtig, denn es gibt nur 30 AugenärztInnen für über 20 Millionen Menschen. 

Während eines Einsatzes kommt unsere Helferin Delphine in das kleine Dorf und trifft auf Aminata, die mittlerweile zwei Jahre alt ist. Sie empfiehlt der Familie, sich für eine Untersuchung auf den Weg ins Medical Center im nahe gelegenen Garango zu machen. 

Dort bekommt Aminata eine Diagnose: Sie hat den Grauen Star, der unbehandelt zum Erblinden führt. Eine Augenkrankheit, von der mehr als 65 Millionen Menschen weltweit betroffen sind.

Kein Geld für die Gesundheit 

In Burkina Faso gibt es nicht genügend ÄrztInnen und KrankenpflegerInnen, um den Bedarf an Hilfe zu decken. Die meisten Menschen haben keine Gesundheitsvorsorge und sind auf ihr soziales Netzwerk angewiesen. Für Menschen mit Behinderungen wie Sofiatou und Adama, ist es schon eine große Herausforderung für sich selbst zu sorgen. Doch wie sollen sie für die Operation ihrer Tochter aufkommen? 

Ein weiterer Schicksalsschlag folgt, als auch Aminatas jüngerer Bruder Karim drei Jahre später mit dem Grauen Star auf die Welt kommt.

Eine Operation verändert Leben langfristig

Die Zukunft der Geschwister ändert sich für immer als Licht für die Welt ihnen eine Operation am Grauen Star ermöglicht. Aminata ist zu diesem Zeitpunkt acht Jahre alt, Karim drei. Nach einer kurzen Operation sind die Augen der Kinder von den weißen Flecken befreit.

Langsam öffnet Aminata die von der Operation verklebten Augen. Überwältigt von den neuen Eindrücken ruft sie: „Mama, ich kann sehen! Ich sehe dich!“ Für Sofiatou sind diese Worte wie Balsam auf der Seele. Jetzt kann sie die Welt durch die Augen ihrer Tochter erleben, die begeistert von ihren Entdeckungen erzählt.