- Testamentsspende
Der Herbst und beginnende Winter ist für viele Menschen eine Zeit der Erinnerung und Dankbarkeit. Wir denken an Menschen, die uns geprägt haben, und an das, was sie uns mitgegeben haben. Es ist auch ein Anlass, darüber nachzudenken, was uns selbst wichtig ist und was wir weitergeben möchten. Eine Testamentsspende bietet die Möglichkeit, über das eigene Leben hinaus Gutes zu bewirken. Doch was bedeutet das eigentlich – und wie fängt man damit an?
Sich mit dem eigenen Testament zu beschäftigen, schieben viele Menschen gerne auf. Verständlich, denn das Thema scheint zunächst weit weg, ist unangenehm oder wirkt komplizierter, als es tatsächlich ist. Dabei geht es bei einem Testament nicht nur darum, was nach dem eigenen Tod passiert. Es geht auch um das gute Gefühl, schon zu Lebzeiten die eigenen Wünsche festzuhalten und Klarheit für die Zukunft zu schaffen.
Gutes tun – auch über das eigene Leben hinaus
Ein Testament gibt uns die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, was mit unserem Nachlass geschieht. Neben Familie und anderen nahestehenden Menschen können dabei auch gemeinnützige Organisationen berücksichtigt werden, deren Arbeit einem am Herzen liegt.
Eine Testamentsspende muss dabei keineswegs bedeuten, alles zu „verschenken“. Auch ein kleinerer Beitrag kann viel bewirken. Beispielsweise kann ein bestimmter Teil des Nachlasses oder ein festgelegter Anteil des Barvermögens für einen gemeinnützigen Zweck hinterlassen werden. So lässt sich die Unterstützung für einen guten Zweck mit den persönlichen Wünschen und der Versorgung nahestehender Menschen verbinden.
Eine Testamentsspenderin erzählt
Martha Haider weiß aus eigener Erfahrung, wie wertvoll Augenlicht ist. Weil sie selbst schlecht sieht, liegt ihr die Arbeit von Licht für die Welt besonders am Herzen. Deshalb hat sie sich entschieden, die Organisation in ihrem Testament zu bedenken.
Was eine solche Entscheidung persönlich bedeuten kann, bringt sie auf den Punkt:
Ich gebe meinen Beitrag mit gutem Gewissen und der Hoffnung, dass ich damit helfen kann, anderen Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen.
- Martha Haider, Testamentsspenderin
Die Worte von Martha Haider zeigen, dass eine Testamentsspende eine Möglichkeit sein kann, die eigenen Werte weiterzutragen und sich für eine Zukunft einzusetzen, die anderen Menschen Chancen eröffnet.
„Es geht beim Testament um das eigene Leben, nicht den Tod!“
Sonja Putz, unsere Ansprechpartnerin für Testament & Vermächtnis, beschäftigte sich schon vor ihrer Zeit bei Licht für die Welt mit diesem wichtigen Thema. Besonders die Initiative Vergissmeinnicht, die in Österreich neutral über das gute Testament informiert, hatte sie angesprochen. Ihr erster Schritt damals: Sie hat sich unverbindlich einen Testaments-Ratgeber bestellt.

Auch bei ihrer eigenen Auseinandersetzung mit dem Thema steht für Sonja Putz die Selbstbestimmung im Mittelpunkt. Ein Testament zu machen bedeutet für sie, die eigenen Angelegenheiten zu Lebzeiten nach den persönlichen Vorstellungen zu regeln.
Das Thema sehe ich wie Keller aufräumen. Man schiebt es ewig vor sich her und wenn man es erledigt hat, fragt man sich, warum man es nicht früher gemacht hat.
- Sonja Putz, Ansprechpartnerin für Testament & Vermächtnis
Was Sonja Putz an ihrer Arbeit bei Licht für die Welt besonders motiviert? Sie sieht darin die Möglichkeit, gemeinsam mit Spender*innen Lebensqualität zu erhalten.
Informieren, austauschen, selbst entscheiden

Wie wichtig Information und ein offener Umgang mit dem Thema sind, zeigt auch die zweimal jährliche Veranstaltungsreihe der Intitiative Vergissmeinnicht, die “Wochen des guten Testaments”, an der Sonja Putz kürzlich teilgenommen hat.
Vergissmeinnicht setzt sich dafür ein, dass Menschen gut informiert und selbstbestimmt über ihr Testament entscheiden können.
Die offenen Gespräche bei den Notarveranstaltungen machen deutlich, wie wertvoll rechtzeitige Vorsorge ist. Ein Testament gibt Sicherheit, schafft Klarheit und entlastet vor allem auch die Menschen, die uns nahestehen.
- Sonja Putz, Ansprechpartnerin für Testament & Vermächtnis
Wer sich mit dem guten Testament beschäftigt, muss nicht gleich eine Entscheidung treffen. Oft ist es schon ein guter Anfang, Fragen zu stellen, sich beraten zu lassen und die eigenen Möglichkeiten kennenzulernen.
Denn ein Testament ist etwas sehr Persönliches. Es soll die eigenen Wünsche widerspiegeln und kann zugleich eine Möglichkeit sein, Werte wie Solidarität und Mitgefühl weiterzutragen.
Fragen zum guten Testament?
Wer mehr darüber erfahren möchte, wie eine Testamentsspende zugunsten von Licht für die Welt gestaltet werden kann, kann sich unverbindlich an Sonja Putz wenden. Gemeinsam lässt sich herausfinden, welche Möglichkeiten es gibt – damit das, was einem wichtig ist, auch in Zukunft weiterwirken kann.
Sonja Putz
Ansprechpartnerin Testament & Vermächtnis
+43 676 48 70 007