Skip to content
Spenden Navigation anzeigen
Der Mitte 60-jährige Mann Agabishe lächelt in die Kamera. Sein linkes Auge ist mit einem Verband verdeckt. Er hat eine Operation am Grauen Star erhalten.
Agabishe freut sich, dass sein Grauer Star operiert wurde. © Ephrem Taye/Licht für die Welt
Weltweit leben mehr als 1,1 Milliarde Menschen mit einer Form von Sehverlust. Einer der Hauptgründe dafür ist der Graue Star.

Grauer Star – medizinisch Katarakt genannt – ist eine der häufigsten Ursachen für vermeidbare Blindheit weltweit. Dabei trübt sich die Linse des Auges ein und die Sicht wird zunehmend verschwommen, bis zur Erblindung.

Die gute Nachricht: Grauer Star ist unkompliziert behandelbar. Bei einer schnellen Operation wird die getrübte Linse entfernt und durch eine künstliche ersetzt. Doch für Millionen Menschen weltweit ist diese einfache Behandlung noch nicht erreichbar.

Die wichtigsten Zahlen

Symbol von einer Weltkugel

1,1 Milliarde

Menschen leben weltweit mit einem Sehverlust.

Icon von einer Krankenschwester

90 %

der Sehverluste sind vermeid- oder behandelbar.

Icon eines Auges mit Katarakt

94 Millionen

Menschen sind von einem Sehverlust durch Katarakt betroffen.


Was ist Grauer Star?

Beim Grauen Star trübt sich die normalerweise klare Linse im Auge. Das Licht kann dadurch nicht mehr ungehindert auf die Netzhaut gelangen. Die Sicht wird zunehmend unscharf, Farben können verblassen und Details werden schwerer erkennbar. Unbehandelt führt Grauer Star zur Erblindung.

Die häufigste Ursache ist der natürliche Alterungsprozess. Grauer Star kann aber auch bei jüngeren Menschen auftreten – etwa nach einer Verletzung, durch bestimmte Erkrankungen oder als Folge anderer Augenprobleme.

Auch Kinder können betroffen sein, so wie die 7-jährige Moubarakatou Zaré aus Burkina Faso. Durch einen Unfall hat sich auf ihrem rechten Auge Grauer Star entwickelt. Sie drohte, zu erblinden.

Auf dem Foto ist ein junges Mädchen zu sehen. Sie trägt ein buntes Blumen-Kleid, der Hintergrund ist schwarz. Sie wurde am Grauen Star operiert.
Moubarakatou Zaré wurde am Grauen Star operiert. © Semfilms/Licht für die Welt

Bei Kindern ist eine besonders schnelle Behandlung wichtig, weil sich ihr Sehvermögen noch entwickelt.

Wie wird Grauer Star behandelt?

Untersuchung

© Semfilms/Licht für die Welt

In den meisten Fällen entdeckt die Familie, dass etwas nicht stimmt. Anschließend ist es wichtig, schnell eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen, damit eine Diagnose gestellt werden kann.

Maïmounata Bamboré, die Mutter von Moubarakatou, bemerkt, dass etwas mit dem rechten Auge ihrer Tochter nicht stimmt. Durch einen Unfall hat sich die Sicht der 7-Jährigen verschlechtert. Schnell suchen sie eine lokale Gesundheitsstation auf und werden ins Krankenhaus überwiesen.

Operation

© Semfilms/Licht für die Welt

Eine Kataraktoperation gehört zu den wirksamsten und kostengünstigsten Eingriffen der Augenmedizin.

Bei dieser schnellen und unkomplizierten Operation wird die getrübte Linse durch eine künstliche Linse ersetzt. Das dauert in der Regel 15-20 Minuten pro Auge.

Als klar ist, dass Moubarakatou Grauen Star hat, geht es sehr schnell. Nur das rechte Auge wird operiert. Anschließend muss sie noch zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben.

Nachsorge

© Semfilms/Licht für die Welt

Nach der Operation sind regelmäßige Kontrollen wichtig. Sie helfen dabei, den Heilungsverlauf zu überprüfen und mögliche Komplikationen früh zu erkennen. Nach einem Eingriff können weiterhin Brillen oder andere Hilfsmittel notwendig sein.

Auch bei Moubarakatou muss genau beobachtet werden, ob die Heilung gut verläuft.


Wusstest du, dass…

…die Nachsorge bei Kindern besonders wichtig ist? Ihr Sehvermögen entwickelt sich erst noch. Es ist normalerweise mit ungefähr 10 bis 12 Jahren ausgebildet.

Was kostet eine Operation am Grauen Star?

Die kosten einer Operation am Grauen Star unterscheiden sich je nach benötigten Materialien. Da sich der Sehsinn bei Kindern erst noch entwickelt, werden andere Geräte benötigt. Das macht den Eingriff komplizierter und kostenintensiver.

Warum ist der Zugang zu Augenmedizin so ungleich?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass weltweit mehr als 94 Millionen Menschen von einem Sehverlust durch Katarakt betroffen sind. Gleichzeitig hat etwa eine von zwei Personen, die eine Kataraktoperation benötigt, keinen Zugang zu dieser Behandlung.

Ob jemand mit Grauem Star behandelt werden kann, sollte nicht davon abhängen, wo er oder sie geboren wurde. Doch weltweit gibt es große Unterschiede beim Zugang zu Augenmedizin. In vielen Ländern fehlen ausgebildete Fachkräfte, medizinische Ausstattung und erreichbare Behandlungsmöglichkeiten.

Gerade in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen ist die Belastung durch vermeidbaren und behandelbaren Sehverlust besonders hoch. Rund 90 Prozent der 1,1 Milliarden Menschen mit Sehverlust leben in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen.

Gemeinsam für eine gerechte Welt

Weltweit gibt es Millionen Menschen, deren Sehverlust vermeidbar oder behandelbar wäre. Doch noch immer fehlt vielen der Zugang zu der medizinischen Versorgung, die sie benötigen und verdienen.

Deine Spende…

…finanziert wichtige Operationen

Menschen mit Grauem Star erhalten die notwendige Behandlung – darunter Erwachsene und Kinder.

…ermöglicht die Ausbildung von Fachkräften

Gut ausgebildetes medizinisches Personal, das vor Ort arbeitet, ist entscheidend, damit Augenerkrankungen erkannt und behandelt werden können.

…stärkt Gesundheitssysteme nachhaltig

Gemeinsam mit lokalen Partnern verbessern wir Ausstattung, Strukturen und die Qualität der augenmedizinischen Versorgung.

…macht eine langfristige Begleitung möglich

Gute Augenmedizin endet nicht mit einer Operation. Untersuchungen, Nachsorge und die langfristige Begleitung der Patient*innen sind ebenfalls wichtig.

Eine Ikone eines Händedrucks

Unser gemeinsames Ziel

Sehen bedeutet Lebensqualität, Selbstständigkeit und Chancen. Alle Menschen sollen gleichberechtigten Zugang zu Augenmedizin erhalten!

Bist du dabei?