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Frauen und Blindheit: Gleichberechtigung in der Augenheilkunde

05.03.2026

Licht für die Welt verbessert Augengesundheit von Frauen und Mädchen

„Weltweit haben mehr Frauen als Männer Augenprobleme. Das hat keine genetischen Gründe: Mädchen und Frauen sind strukturellen Benachteiligungen ausgesetzt, sodass sie seltener augenmedizinische Behandlungen erhalten. Als Licht für die Welt wollen wir das ändern“, betont Alex Buchinger, Geschäftsführer von Licht für die Welt Österreich, anlässlich des internationalen Frauentages am 8. März. Insgesamt verlieren mehr Frauen als Männer ihre Sehfähigkeit. Von den weltweit 1,1 Milliarden Menschen mit Sehverlust sind 55 Prozent Frauen und Mädchen.

Frauen, die eine Seheinschränkung haben und im Globalen Süden leben, werden mehrfach diskriminiert: Sie erhalten weniger Informationen und seltener medizinische Versorgung. So stellt der jüngste Bericht der WHO zu einer effektiven augenärztlichen Versorgung bis 2030 fest, dass mehr Männer als Frauen Zugang zu qualitativ hochwertigen Kataraktoperationen und zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten haben (3,5 Prozent bzw. 10,4 Prozent mehr Männer als Frauen).

Gleichberechtigte Versorgung

Licht für die Welt stellt in seinen Programmen unter anderem durch diese Maßnahmen einen gleichberechtigteren Zugang zu augenmedizinischer Versorgung sicher:

  • Gleichberechtigung als relevant kommunizieren,
  • Überzeugungsarbeit leisten, damit Männer, die häufig die Entscheider sind, ihre Frauen behandeln lassen,
  • Gendersensible Aufklärung und Trainings von augenmedizinischem Fachpersonal,
  • Kürzere Wartezeiten und Anreise durch mobile Hilfseinsätze, da Frauen aufgrund von Sorgearbeit tendenziell seltener Hilfe aufsuchen.

Rechte von Menschen mit Behinderungen stärken

Nicht immer kann das Augenlicht erhalten werden. Daher unterstützt Licht für die Welt auch erblindete Personen und stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Im Einsatz für die Gleichstellung der Geschlechter gehen wir besonders auf die intersektionale Diskriminierung von Frauen mit Behinderungen ein.

Weitere Informationen:

Kontakt:

Natalie Plhak
Pressesprecherin Licht für die Welt
+ 43 664 546 82 41
n.plhak@licht-fuer-die-welt.at