
Medizinische Versorgung sollte keine Tageswanderung sein. Etwa vier Studen dauert es zu Fuß von Korneuberg nach Wien. In unseren Projektländern müssen viele Menschen ähnlich weite Strecken zurücklegen, nur um einen Arzt zu erreichen. Für ältere Menschen und Kinder ist dieser Weg in der brütenden Hitze kaum bewältigbar.

Ihre Spende ermöglicht Augenversorgung von Menschen an Orten, wo es keine Möglichkeit gibt. Seit mehr als 30 Jahren haben wir über 39.000 Augenoperationen durchgeführt, dank Unterstützer*innen wie Ihnen. Vielen Dank, dass Sie da sind!
💛 30 Euro ermöglichen Augenuntersuchungen für sechs Kinder
💛 55 Euro ermöglichen eine Operation am Grauer Star für einen Erwachsenen
💛 120 Euro ermöglichen eine Operation am Grauer Star für ein Kind
Der Weg ist weit. Ihre Hilfe kommt trotzdem an. Wie vielen Menschen können Sie heute helfen?
Wie weit würden Sie für eine Augenuntersuchung reisen?
Für die kleine Alemtsehay Setu aus Äthiopien begann die Welt in der Klasse zusammenzubrechen. Zuerst konnte sie die Tafel nicht mehr lesen, dann half ihr selbst der Platz in der ersten Reihe nicht mehr, bis sie schließlich die Schule ganz abbrechen musste. Ihr Leben wurde immer einsamer. Sie konnte nicht mehr mit Freunden spielen und brauchte Hilfe bei den einfachsten Dingen, wie dem Toilettengang oder dem Essen. Doch ihr Vater, der 40-jährige Priester Setu Naga, ein Bauer und Verwalter der örtlichen orthodoxen Kirche, weigerte sich, dieses Schicksal für seine Tochter zu akzeptieren.
Vater und Tochter reisten, um sich medizinisch behandeln zu lassen. Für die Familie, die aus einem abgelegenen Dorf stammte, war die Reise alles andere als einfach. Zuerst mussten sie drei Stunden zu Fuß gehen, um die nächste Stadt zu erreichen, und dann verbrachten sie einen ganzen Tag auf der Straße, um ins Gondar University Referral Hospital zu gelangen. Das Krankenhaus wird von Licht für die Welt mit Ausrüstung und chirurgischem Material unterstützt. Dort gibt es nur einen Kinderaugenärzt: Dr. Dagmawi Abebe, desses Ausbildung durch Licht für die Welt und seine Unterstützer*innen ermöglicht wurde.
Nach Untersuchungen wird bei dem Mädchen Grauer Star an beiden Augen diagnostiziert und ein Operationstermin vereinbart. Zwei Monate lang hielt sich Priester Setu in Gondar auf, um seiner Tochter eine medizinische Behandlung zu ermöglichen. Insgesamt reiste er zwölf Mal zwischen seinem Dorf und der Stadt hin und her. Ihr Durchhaltevermögen hat sich ausgezahlt: Alemtsehay wurde endlich am Grauen Star operiert. „Keine zwei Stunden nach der Operation öffnete sie die Augen und konnte sehen. Das hat meine kühnsten Erwartungen übertroffen“, erzählt Priester Setu Naga. Nächstes Jahr wird Alemtsehay wieder zur Schule gehen. Ihr Vater ist zuversichtlich: „Ich wünsche mir, dass sie all ihre Träume verwirklicht. Ich bin bereit, sie in jeder Hinsicht zu unterstützen.“