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Humanitäre Krise in Mosambik: Endlich Hilfe für Menschen mit Behinderungen

Auf einer roten Plane sind rationsweise alle Hilfsgüter zusammengestellt sind.

Licht für die Welt leistet inklusive humanitäre Hilfe mit Unterstützung der Austrian Development Agency

In den nördlichen Provinzen von Mosambik machen Hunger und Gewalt den Menschen das Leben zur Hölle. Viel zu oft bleiben Menschen mit Behinderungen in Krisen unsichtbar und ungehört. Mit Unterstützung der Austrian Development Agency (ADA), der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, startet Licht für die Welt das Projekt „CONNECT – Making Humanitarian Action Work for Everyone in Cabo Delgado“. „Mit einem innovativen Ansatz helfen und stärken wir Menschen mit Behinderungen. Sie müssen rasch lebenswichtige Unterstützung in den Flüchtlingscamps erhalten und ihre Bedürfnisse artikulieren können“, betont Rupert Roniger, internationaler Geschäftsführer von Licht für die Welt. Ziel ist, die lokale Selbstorganisation von Menschen mit Behinderungen zu stärken. Neben Lebensmittelhilfe, die rasch Hunger lindert, wird durch den Anbau von Nahrungsmittel eine langfristige Perspektive geschaffen. Neu ist die Komponente psychologische Betreuung, um die Krise seelisch zu überstehen und die Schrecken von Gewalt, Flucht und Hunger zu bewältigen. Innovativ an dem Projekt ist auch das Stärken der lokalen Selbstorganisation von Menschen mit Behinderungen. Zudem stellt Licht für die Welt anderen internationalen Organisationen, wie UNICEF, Expertise bereit, damit auch deren Hilfe Menschen mit Behinderungen gezielt erreicht.

Der bewaffnete Konflikt in der nördlichen Provinz Cabo Delgado in Mosambik eskaliert zunehmend. Bisher mussten rund 730.000 Menschen fliehen und in südlichen Teil der Provinz in Lagern und Gastgemeinden Sicherheit suchen. Mittlerweile benötigen 1,3 Millionen MosambikanerInnen humanitäre Hilfe. Die Ernährungslage ist kritisch, eine knappe Million hat nicht genug zu essen. Vor allem Menschen mit Behinderungen und deren Familienmitglieder haben es schwer, selber Nahrungsmittel zu beschaffen oder anzubauen. Viele Kinder und Frauen leiden an Traumata.

Nach den Verwüstungen durch den Zyklon Idai im März 2019 hat Licht für die Welt gemeinsam mit UNICEF den Bericht „Aid out of reach“ erstellt. Dieser analysiert, ob und wie Menschen mit Behinderungen humanitäre Hilfe nach dem Zyklon erhalten haben. Auf den Empfehlungen des Berichts baut das mit September beginnende Projekt “CONNECT – Making Humanitarian Action Work for Everyone in Cabo Delgado” auf. Die ADA unterstützt das Vorhaben über die nächsten 18 Monate mit € 1 Mio. aus Mitteln des Auslandskatastrophenfonds (AKF).

Weitere Informationen:
Licht für die Welt und UNICEF Bericht: „Aid out of reach

Kontakt:
Natalie Plhak
Pressesprecherin Licht für die Welt
+ 43 664 546 824 1
n.plhak@light-for-the-world.org