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DSV Österreich hilft Augenkliniken in Mosambik

Mitarbeiterinnen des DSV stehen in ihrem Lager und halten das Logo von Licht für die Welt hoch. Der DSV unterstützt Licht für die Welt.

Wenn die Corona-Krise bereits die Gesundheitssysteme in Europa massiv fordert, wie schwierig muss es dann für arme afrikanische Länder sein, diese neuen Herausforderungen zu bewältigen? Die Hilfsorganisation Licht für die Welt hat im März 2020 rasch reagiert und mit ihren Notfallmaßnahmen seither insgesamt mehr als 10.000 Menschen mit Behinderungen und 40.000 ihrer Familienmitglieder erreicht. Mit Unterstützung von DSV und Qatar Airways kann vielen weiteren Menschen geholfen werden. 

Das weltweit aktive Logistikunternehmen DSV stellt mit Qatar Airways Cargo im Rahmen einer Charity Aktion kostenfrei den Transport dringend benötigter Ausrüstung von Österreich nach Mosambik, eines der Schwerpunktländer von Licht für die Welt, um dort die medizinische Versorgung auch während der Pandemie sicherzustellen. 

„Es war uns ein Herzensanliegen, als wir von der Möglichkeit der Freight Capacity Donation der DSV mit Qatar Airways erfuhren, pro-aktiv an die österreichischen Hilfsorganisationen heranzutreten, um schnelle Hilfe anzubieten. Mit Licht für die Welt sind wir sicher, dass die benötigten Hilfsmittel in Mosambik auch dort ankommen, wo sie aktuell am dringendsten benötigt werden“ sagt Jan Kalmring, Geschäftsführer der DSV Air & Sea GmbH in Österreich.

„Zwischen dem Erstgespräch und der Umfuhr der Hilfsgüter zum Wiener Flughafen vergingen Dank der zügigen Koordination unseres Senior Team Lead Gateway, Tender & Procurement, Ramona Koch, nur wenige Tage.  Die Kombination schneller Hilfe mit zuverlässigen, raschen Transportketten und unseren Mitarbeitern, die trotz der Arbeit von zu Hause einen tollen Einsatz bringen, sind unter den aktuellen Umständen die einzig richtige Lösung während der anhaltenden, globalen Pandemie“ kommentiert Sandra Scherl, Director Airfreight der DSV Air& Sea Österreich.

Schutzausrüstung in Mosambik dringend gebraucht

In Mosambik wurden in den vergangenen Jahren fünf Augenkliniken aufgebaut, die zusammen 250.000 Menschen erreichen. Aber ohne Schutzausrüstung wie Masken, Brillen, Handschuhe oder Desinfektionsmittel kann etwa am Grauen Star nur sehr eingeschränkt operiert werden – die Patienten müssen weiter in Blindheit leben. „Wenn Menschen nicht sehen können, schränkt das nicht nur ihren persönlichen Handlungsspielraum stark ein, die Familien müssen auch Armut und Hunger fürchten“, warnt Sabine Prenn, Geschäftsführerin von Licht für die Welt in Österreich.

Aber die Aussicht auf die mehr als sechs Tonnen Hilfsgüter, die im Dezember in der Hauptstadt Maputo ankommen sollen, stimmen Ärzte, Pfleger und Patienten in Mosambik optimistisch. Die Gesundheitsversorgung kann längerfristig gesichert werden, auch Dank Qatar Airlines, die bei der Luftfracht unterstützt. Vermittelt wurde diese Kooperation durch den Beschaffungsbetrieb der MIVA, welcher seit vielen Jahren mit Licht für die Welt zusammenarbeitet. Der BBM übernimmt die Beschaffung und koordiniert den gesamten Lieferweg bis hin zu den Endempfängern in Mozambique. Der BBM ist ein Dienstleister in der Entwicklungszusammenarbeit. Er arbeitet nicht gewinnorientiert und setzt sich zur Aufgabe, Hilfswerke dabei zu unterstützen, dass die Hilfe ankommt und die Spendengelder effizient eingesetzt werden.

Licht für die Welt setzt sich seit mehr als 30 Jahren dafür ein, blinden und augenkranken Menschen in Entwicklungsländern ein eigenständiges Leben zu ermöglichen. Die international anerkannte Fachorganisation mit Sitz in Wien hilft mit Augenoperationen und Medikamenten, baut Augenkliniken auf und schult Fachkräfte. Durch die enge Zusammenarbeit mit lokalen ExpertInnen und Behörden wird die Gesundheitsversorgung nachhaltig verbessert. Allein im Jahr 2019 wurden fast 70.000 Augenoperationen durchgeführt und insgesamt rund 1,3 Millionen Menschen mit Augenbehandlungen, Rehabilitation und inklusiver Bildung geholfen. Zwei Milliarden Menschen weltweit leben mit Sehbehinderungen oder Blindheit. Doch den meisten von ihnen könnte geholfen werden.