
Weltweit haben mehr Frauen als Männer Augenprobleme. Das hat keine genetischen Gründe: Mädchen und Frauen sind strukturellen Benachteiligungen ausgesetzt, sodass sie seltener augenmedizinische Behandlungen erhalten. Das Augengesundheit sollte nicht vom Geschlecht abhängen!
Zahlreiche Frauen leben in Dunkelheit, obwohl ihnen geholfen werden könnte. Wir finden: Niemand sollte im Dunkeln bleiben, wenn Hilfe möglich ist! Ihre Spende schenkt Medikamente und Operationen:
🌼 10 Euro ermöglichen die Verteilung von Medikamente gegen Trachom für 5 Personen
🌷 55 Euro ermöglichen eine Operation am Grauer Star für eine Person
Maria Gimo Jorcida, 63, lebt mit ihrer Tochter in Beira, Mosambik, und betreibt einen kleinen Betrieb, in dem sie Erdnüsse röstet und Mais anbaut.
Ihre Augenprobleme begannen zuerst mit Lichtblitzen und Schatten in ihrem Sichtfeld. Sie verschlimmerten sich immer mehr, bis sie beim Kochen gegen Wände stieß, den Herd verfehlte, Streichhölzer fallen ließ und ihr die Ernte gestohlen wurde. Ihre Unabhängigkeit verschwand, genauso wie ihr Augenlicht. “Früher, als ich noch sehen konnte, lebte ich unabhängig und arbeitete ganz normal. Jetzt bin ich für alles auf andere angewiesen”, sagt Maria.
“Zu sehen, wie sie von Unabhängigkeit zu völliger Abhängigkeit überging, war sehr schmerzhaft,” teilt ihre Tochter Eufrasia Melita Antonio, 36 Jahre alt, mit. Dies motivierte sie, ihre Mutter bei der Suche nach Behandlung zu unterstützen. “Früher hat sie sich um mich gekümmert, jetzt bin ich diejenige, die sich um sie kümmert.”
Mutter und Tochter reisten ins Beira Central Hospital für Augenuntersuchungen. Dank der Spenden von Unterstützer*innen konnte Licht für die Welt die Augenabteilung des Krankenhauses einrichten und unterstützt sie bis heute durch verschiedene Aktivitäten.
Nach einer ersten Untersuchung ist Marias Diagnose recht schnell klar: Grauer Star. Aber ihr Augenlicht kann mit einem simplen Eingriff noch gerettet werden! Marias Augen werden nacheinander von Spezialist*innen so schnell wie möglich operiert – alles kostenlos. Ihre Tochter Eufrasia war beeindruckt: “Das Krankenhaus hilft wirklich – besonders die Augenabteilung, wo sie das Sehvermögen wiederherstellen. Meine Mutter ist ein Beispiel.”
“Frauen, die ihr Sehvermögen verlieren, verlieren ihr Selbstwertgefühl und sogar ihren Platz in der Gesellschaft. Nach der Operation verändert sich alles – sie können wieder für sich und ihre Familien sorgen,” sagt Dr. Ana Julia Rocha da Costa, 54 Jahre alt, eine Augenkrankenpflegerin und Psychologin.
Frauen sind stärker von Augenproblemen und Blindheit betroffen, haben größere Zugangsbarrieren und tragen die Hauptlast der Fürsorgearbeit. Wenn Frauen und Mädchen Zugang zu Augengesundheitsdiensten erhalten, verbessert sich das Wohlergehen ganzer Haushalte und Gemeinschaften.
Mein Augenlicht zu verlieren fühlte sich an wie sterben. Es zurückzubekommen ist wie eine Wiedergeburt. Ich fühlte mich nutzlos, aber jetzt fühle ich mich lebendig.
– Maria Gimo Jorcida aus Mosambik
Licht für die Welt wurde in Wien gegründet und ist eine internationale, gemeinnützige Organisation, die seit 2001 jährlich mit dem österreichischen Spendengütesiegel ausgezeichnet wird. Die hier beschriebenen Programme sind Beispiele für unsere vielseitige und wichtige Arbeit. Mit Ihrer Spende schenken Sie Zukunft und ermöglichen unsere langfristige Arbeit im Bereich der Augengesundheit, der inklusiven Bildung und der beruflichen Inklusion.