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Welttag des Augenlichts

Zum heutigen internationalen Welttag des Augenlichts hat Licht für die Welt gestern Abend mit einer eindrucksvollen Videoprojektion auf die Fassade des Weltmuseums in Wien aufmerksam gemacht.
Mittels Lichtinstallation wird die Fassade des Weltmuseums erleuchtet. Credit Thomas Meyer

Medienkünstler Alexander Sikanda rückte zu diesem Anlass sehbehinderte und blinde Menschen aus Afrika in das Licht seines 3D-Videomappings, zu dem trotz strömenden Regens zahlreiche BesucherInnen kamen. Gleichzeitig soll die ca. 40x14 Meter große Projektion auch Hoffnung ausdrücken. Denn 65 Millionen Menschen, die an Grauem Star leiden, könnten durch eine einfache Operation wieder sehen. Auch viele andere Augenkrankheiten und Sehbehinderungen können behandelt oder durch Rehabilitationsmaßnahmen gelindert werden. „Licht für die Welt hat allein letztes Jahr mehr als eine Million Augenuntersuchungen und 89.000 Augenoperationen durchgeführt. 2020 starten wir ein neues Programm zur Augengesundheit von Kindern, welches das Leben von mehr als einer Million Buben und Mädchen in den Armutsregionen Afrikas im nächsten Jahrzehnt verändern wird“, so Rupert Roniger, Geschäftsführer von Licht für die Welt International.

„800 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu einer Brille. Kinder können nicht lesen, was an der Schultafel steht und Erwachsene haben Probleme den Alltag zu bewältigen, wenn sie sehbehindert sind“, so Augenärztin Irene Ruhswurm. Sie wies auch darauf hin, dass in manchen Ländern in Afrika ein Augenarzt auf eine Million Menschen kommt. „Das wäre so, als stünden in ganz Österreich nur acht Augenärzte zur Verfügung“, verglich Ruhswurm. Die Fachärztin appellierte an die österreichische Bundesregierung, Stiftungen und auch Unternehmen aus der Privatwirtschaft, die Mittel bereitzustellen damit niemand mehr blind werden muss oder entsprechend behandelt werden kann.

 

2,2 Milliarden Menschen müssen weltweit mit Sehbehinderungen oder Blindheit leben, wobei eine Milliarde dieser Fälle vermeidbar oder behandelbar wären. Das sagt der zum ersten Mal veröffentlichte Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Augengesundheit (World Report on Vision). Die häufigsten Ursachen dafür sind Kurz- und Weitsichtigkeit sowie Grauer und Grüner Star.

Mekonen Bezabeh Photo Credit: Ulrich Eigner

 

Den offiziellen Bericht der Weltgesundheitsorganisation finden Sie hier auf Englisch