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Unsere Highlights aus 2018

Unsere KollegInnen erzählen von ihren ganz persönlichen Jahreshighlights
Kinder jubeln

Wenn wir auf 2018 zurückschauen, erinnern wir uns an viele besondere Ereignisse: Da war der Welternährungstag, an dem wir darauf aufmerksam machten, dass Hunger und Behinderung eng verknüpft sind, der Welttag des Augenlichtes, an dem wir gemeinsam mit Promis darauf hinwiesen, dass #jedertraumzählt, der 11. erste bank vienna night run, die „Shortest Party“ zu unserem 30. Geburtstag. Da waren so viele Gesichter: Maria aus Mosambik, die wieder sehen kann, Nardy aus Bolivien, die bald wieder gehen können und Ricky aus Indien, der nun endlich  zur Schule gehen wird. Unter so vielen Momenten, ist es schwer, die besten auszuwählen. Deshalb haben wir unsere MitarbeiterInnen weltweit nach ihren ganz persönlichen Highlights ihrer Arbeit 2018 gefragt.  

Wolfgang Gindorfer: Brillen veränderten Leben in Uganda

Es gibt eine Geschichte aus 2018, die unser Projektleiter in Uganda Wolfgang Gindorfer nie vergessen wird: Die Geschichte der heute zweijährigen Greta. Bereits bei ihrer Geburt in Uganda hatte sie Grauen Star. „Wir konnten das Mädchen operieren“, sagt Wolfgang, der auch Augenarzt ist. Danach erhielt sie Brillen, weil sie gleichzeitig auch kurzsichtig war. „Als Greta die Brillen aufsetzte, nahm sie sofort Dinge in ihre Hände und berührte das Gesicht ihrer Mutter. Und dann sagte Gretas Mutter „Durch die Brille sind meiner Tochter Hände gewachsen.“ 

Greta kann dank des sogenannten NIURE Programms, das 2008 startete und von Wolfgang Gindorfer geleitet wird, sehen. Damals hatten weniger als ein Viertel der Menschen in Uganda Zugang zu Augengesundheits-Diensten. Jetzt bekommt circa die Hälfte der Menschen Augenbehandlungen, - untersuchungen und Brillen, wenn sie diese brauchen. NIURE (National Intervention on Uncorrected Refractive Errors) möchte hochwertige Brillen für die ärmere Bevölkerung in Uganda leistbar machen. Nach 10 Jahren Arbeit wird die Regierung das Programm in ihre nationale Gesundheitsstrategie einbauen. 

Yetnebersh Nigussie: Ein Preis für Frauen mit Behinderungen

2018 wurde Yetnebersh Nigussies dritte Tochter geboren. Und außerdem auch ihre starke Überzeugung, dass Frauen mit Behinderungen weltweit für ihre Leistungen anerkannt werden müssen. Gemeinsam mit Licht für die Welt initiierte die blinde Menschenrechtsanwältin den Her Abilities Award. „Ich war so berührt zu sehen, dass wir 158 Nominierungen von Frauen mit Behinderungen auf der gesamten Welt erhalten haben“, sagt Yetnebersh. Was für ein großartiges Zeichen, wieviele großartige Frauen mit Behinderungen es gibt und wozu sie fähig sind. Wir gratulieren den drei Gewinnerinnen Toyin Janet Adermi, Musola Catherine Kaseketi and Ashrafun Nahar von ganzem Herzen.   

Olga Kabre: Die Geschichte des kleinen Mädchens Wendabo geht um die Welt

„Mein Highlight 2018 war, die berührende Geschichte um Wendabo mitzuerleben“, sagt Olga Kabre, unsere Kollegin, die in Burkina Faso für Programm und Anwaltschaft zuständig ist. Wendabo ist ein Mädchen, das dank eines Rollstuhls und der Hilfe ihrer Familie, MitschülerInnen und LehrerInnen nun zur Schule gehen kann. Im Oktober berichtete eine Journalistin der britischen Zeitung „The  Guardian“ über Wendabo und über unsere inklusiven Bildungsprojekte. Der Artikel erreichte allein auf Twitter 7.5 Millionen Menschen. „Auf der Website des Guardians war der Artikel sogar die zweitmeist Gelesene des Tages. Das zeigt, dass Geschichten wie Wendabos die Herzen von Menschen berühren.“, sagt Olga.

Für seine Arbeit erhielt unser Team in Burkina Faso außerdem eine Ehrenauszeichnung von der Burkinabé Regierung. Wir freuen uns über diese Anerkennung!

Eva Nittmann: Ein ganz besonderer Partner

Ein besonderer Moment im Jahr 2018 war für unsere Nordost-Indien Projektkoordinatorin Eva Nittmann, die Auszeichnung einer unserer engen Partner vor Ort: Carmo Noronha, Direktor unserer Partnerorganisation Bethany Society wurde vom Indischen Ministerium für Soziale Gerechtigkeit und Selbstbestimmtheit für seine Arbeit für Menschen mit Behinderungen geehrt. „Wohl verdient“, meint Eva, „Er ist ein wahrer Visionär, der es versteht, andere mitzureißen. Er hat unsere Arbeit in Nordost-Indien seit 2005 entscheidend mitgeprägt."

Für Eva selbst war 2018 auch ein entscheidendes Jahr. Die Salzburgerin arbeitet bereits seit neun Jahren in der Programmabteilung von Licht für die Welt, heuer hat sie die Koordination für Nordost-Indien übernommen. „Vor sechs Jahren war ich schon einmal dort – und jetzt ist es wahnsinnig spannend zu sehen, wieviel sich in diesem Land für Menschen mit Behinderung getan hat“, sagt sie.

Rupert Roniger: Licht für die Welt feiert 30. Geburtstag

Rupert Roniger ist nicht nur der Geschäftsführer, sondern auch der längste Mitarbeiter von Licht für die Welt International. Seit 23 Jahren setzt er sich nun bereits für die Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern ein. Kein Wunder, dass ihn das 30. Jubiläum von Licht für die Welt besonders berührte. „Mein persönliches Highlight ist, dass wir in 30 Jahren 13 Millionen Menschen mit Behinderungen erreichen konnten, die jetzt ihre Fähigkeiten entfalten können.“ In 30 Jahren konnten 580.000 SpenderInnen außerdem 800.000 Menschen das Augenlicht wieder schenken. Was wir gemeinsam mit Ihnen in 30 Jahren erreichen wollen? Sehen Sie selbst: