Niemanden zurücklassen in Zeiten von Corona

Zu wenig medizinische Versorgung, zu wenig Information und zu wenige Möglichkeiten Hände zu waschen sind die größten Herausforderungen in vielen afrikanischen Ländern in der derzeitigen Coronakrise.
Die Schwächsten beschützen

Menschen mit Behinderungen sind besonders betroffen 

Licht für die Welt ist sehr besorgt über die Auswirkungen auf die ärmsten und am stärksten gefährdeten Menschen – die Frauen, Männer und Kinder mit Behinderungen in unseren Projektländern. Auch dort sind die älteren, durch Vorerkrankungen betroffenen oder immunsystem-geschwächten Menschen besonders gefährdet. Hinzu kommen noch Personen, die durch Mangelernährung oder Behinderung geschwächt sind. Die Krankheitsverläufe aufgrund einer Coronavirus-Infektion sind bei diesen Bevölkerungsgruppen deutlich schwerer und die Mortalitätsrate entsprechend hoch. Häufiges Händewaschen mit Wasser und Seife ist eine der wichtigsten Methoden, um sicherzustellen, dass sich Infektionskrankheiten wie das Coronavirus nicht ausbreiten. Laut WaterAid UK verfügt jedoch jede sechste Gesundheitseinrichtung weltweit nicht über Wasser und Seife, damit ÄrztInnen, Krankenschwestern und PatientInnen ihre Hände waschen können. Die Ärmsten der Armen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. 

Mangelnde Information und medizinische Versorgung 

Wir wissen, dass Menschen in Ländern mit niedrigem Einkommen – insbesondere Menschen mit Behinderungen – zu wenig Informationen über Katastrophen und Pandemien haben. So auch geschehen im vergangenen Jahr, als der Zyklon Idai über Mozambik fegte. 

Generell ist der Zugang zu medizinischer Versorgung in vielen afrikanischen Ländern sehr eingeschränkt. Auch stehen derzeit noch kaum Tests zur Bestätigung einer Coronavirus-Infektion zur Verfügung. Verbreitung von Information für Menschen mit Behinderungen ist wichtig und diese müssen auch in entsprechenden Formaten für blinde oder gehörlose Personen zugänglich sein. Die von den Gesundheitssystemen ergriffenen Maßnahmen müssen inklusiv sein und kommunikative, physische und kulturelle Barrieren berücksichtigen, mit denen Menschen mit Behinderungen konfrontiert sind.

Licht für die Welt arbeitet seit langem mit Infektionskrankheiten

Licht für die Welt hat seit vielen Jahren Erfahrungen im Kampf gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten und andere Krankheiten in Afrika. Die Grundsätze bei den Strategien gegen diese Krankheiten sind sehr ähnlich wie bei den Richtlinien gegen das Coronavirus: Häufiges Händewaschen, Vermeidung von direktem Kontakt mit Infizierten, häufiges Waschen von Kleidung und umfassende und barrierefreie Information der Bevölkerung.