Nach Starkregen stehen Tausende vor dem Nichts

In Mosambik gingen kürzlich sintflutartige Regenfälle nieder und tausende Menschen befinden sich nun in einer Notsituation. Betroffen ist vor allem die Provinz Búzi.
Menschen waten durch das hochstehende Wasser; Credit: Licht für die Welt

 

Nur ein Jahr nachdem Mosambik stark unter dem verheerenden Zyklonen litt, sind die Menschen in Búzi erneut von einer heftigen Naturkatastrophe betroffen. Dieses Mal kämpft die Gegend mit den Auswirkungen eines Starkregens, der alles unzugänglich gemacht hat, teilweise hat er hüfthohe Seen hinterlassen. Denn der Boden ist mittlerweile in einem so schlechten Zustand, dass er kein Wasser mehr aufnehmen kann. Deswegen sind nun ganze Landstriche, Häuser und Straßen überflutet - sogar die Ernte wurde fortgeschwemmt. 

Wasser zerstörte Existenzen

Licht für die Welt hat von PartnerInnen in der betroffenen Provinz Búzi gehört, dass allein sie 700 Menschen mit Behinderungen gezählt haben, die schnellstmöglich Hilfe brauchen. Wenn man das hochrechnet und ihre Familien miteinbezieht, sind tausende Menschen dringend auf Unterstützung angewiesen. Gerade Menschen mit Behinderungen kommen an die üblichen Hilfslieferungen oft nicht heran, sind nicht so schnell und können auch nicht so viel tragen wie gesunde Menschen.

Das Wasser steht gerade hüfthoch auf den zerstörten Felder. Viele haben nicht nur ihre Kleider, sondern ihre gesamte Existenzgrundlage verloren. Häuser sind überflutet. Selbst Auffanglager, in denen die Menschen nach dem Tropensturm Idai leben, sind massiv betroffen von den Hochwassern. Ganze Landstriche sind überschwemmt. Deswegen ist die ganze Region nur mit Booten zugänglich.

Unterstützung für Neustart

Der erste Schritt von Licht für die Welt besteht gerade darin, Nahrungsmittel, Schulmaterialien und Hilfen für Menschen mit Behinderungen in die überschwemmten Regionen zu bringen. Darunter sind auch für einige essentielle Dinge wie Rollstuhlteile, Krücken und andere Gehhilfen. Im Zentrum der Hilfe stehen die ärmsten der Armen – die Menschen mit Behinderungen und deren Familien, die sich um sie kümmern.

Wenn für diese grundlegenden, sofort nötigen Materialien gesorgt ist, wird Licht für die Welt beginnen Saatgut und Düngemittel an die Betroffenen zu liefern. Denn die Wassermassen haben die Ernte, das Saatgut und sogar landwirtschaftliche Geräte weggeschwemmt. Und gerade jetzt ist eine wichtige Zeit in der Landwirtschaft: Im März müssen die Felder vorbereitet und im April und Mai muss ausgesät werden. Das ist eine wichtige Grundlage, damit die Menschen schön langsam ihr Leben wiederaufbauen können. Bleibt zu hoffen, dass sie in nächster Zeit von der Natur verschont werden.