Monicas Mutter lächelt wieder

Wie sich das Leben einer Familie durch ein Reha-Projekt von LICHT FÜR DIE WELT zum Besseren ändert
Monica mit LICHT FÜR DIE WELT-Goodwill Ambassador Chris Lohner. Foto: Caro Strasnik

„Hallo, schön, dass ihr da seid“, freut sich Elenteria Vargas, die Mutter der 12-jährigen Monica, über den Besuch von LICHT FÜR DIE WELT. Seit ihre Tochter in unser Rehabilitationsprogramm aufgenommen worden ist, lächelt Elenteria wieder viel öfter. In den vergangenen Jahren waren ihre Gedanken oft von Sorgen getrübt. Sorgen um Monica, das jüngste von 8 Kindern – und mit Zerebralparese auf die Welt gekommen. Denn in Bolivien kommt eine Behinderung oft einer Verurteilung zu einem Leben in bitterer Armut gleich.

Feldarbeit, Haushalt, Pflege

Zwischen Feldarbeit und Haushalt kümmert sich die Mutter aufopfernd um ihre jüngste Tochter. Auch der Vater sorgt sich um Monica: solange sie noch klein ist, trägt er sie täglich aufs Feld. Seit er aber selbst Probleme mit dem Rücken hat, kann er das nicht mehr tun. Was soll also aus dem Mädchen werden?

Eine Bekannte der Mutter hat selbst in einem Rehabilitationsprojekt von LICHT FÜR DIE WELT Hilfe gesucht und weißt Rat. Sie macht ihre Reha-Helferin auf Monica aufmerksam.  Schon bald darauf übt das Mädchen gemeinsam mit ihrem Physiotherapeuten Alan zum ersten Mal: Gliedmaßen werden gelockert, durch Entspannungsübungen und Akupunktur werden Krämpfe gelöst und das Atmen erleichtert.

Ein neues Leben

Monicas Fortschritte ändern ihr Leben von Grund auf. Ist sie bis zu ihrem neunten Lebensjahr vor allem auf dem  Boden gelegen, sitzt sie mittlerweile selbstständig in einem eigens für sie angepassten Rollstuhl. Das ist nicht nur für das Mädchen eine große Erleichterung, sondern auch für ihre Mutter! Außerdem hat Monica jetzt einen staatlichen Behindertenausweis. Der garantiert ihr eine jährliche Unterstützung. Bei der Gelegenheit ist auch, die Familie, die vorher ohne offizielle Dokumente gelebt hat, registriert worden und hat jetzt Anspruch auf staatliche Leistungen.

Als nächster Schritt ist der Besuch der Schule geplant. Davor braucht Monica aber noch einen neuen, leichteren Rollstuhl und an ihre Situation angepasste Unterrichtsmaterialien. Es bleibt also noch einiges zu tun!