Modernste Augenklinik in Mosambik eröffnet

Vor wenigen Tagen wurde die neueste und modernste Augenklinik in Mosambik unter Beisein des Provinzgouverneurs, Vertretern des Gesundheitsministeriums und MitarbeiterInnen von Licht für die Welt offiziell eröffnet.
Eröffnung der Augenklinik in Beira mit Ärztinnen und Ärzten und Mitarbeiterinnen und  Mitarbeitern von Licht für die Welt

Die Klinik in Beira (Provinz Sofala) ist die größte des ganzen Landes und wurde vor allem mit Geldern der österreichischen INVICTA Privatstiftung gebaut. Die Klinik wurde im Tropensturm Idai im März 2019 schwer beschädigt und konnte daher erst jetzt formal eröffnet werden. Pro Jahr werden dort ab nun 20.000 Augenuntersuchungen und mehr als 1.600 Augenoperationen möglich sein.

Die neue Augenklinik in Beira

Die neue Augenklinik gehört zum Zentralkrankenhaus von Beira. Im Jänner 2019 nahm sie ihren Teilbetrieb auf. Die Decke und die Bettenstation im ersten Stock wurden durch den Zyklon Idai schwer beschädigt. „In den letzten Monaten war der Operationssaal zweigeteilt und wurde aufgrund der Zerstörungen in der Hauptklinik auch für andere Operationen verwendet. Darum mussten viele Menschen, die an Grauem Star erkrankt oder erblindet waren, bis jetzt auf ihre Behandlung warten“, so der österreichische Projektleiter Klaus Minihuber. Das zweistöckige Gebäude verfügt über 20 Behandlungs- und Untersuchungsräume. Neben der Ambulanz gibt es auch vier Räume für Brillenanfertigung. Ab nun werden in der Klinik 20.000 Augenuntersuchungen und mehr als 1.600 Augenoperationen jährlich durchgeführt werden können.

Mehr Kapazitäten und Ausbildung von Personal

Die alte augenmedizinische Abteilung in der Zentralklinik von Beira war bereits seit Jahren zu klein, um die große Anzahl an Hilfe suchenden PatientInnen unterzubringen und behandeln zu können. Das neue Klinikgebäude bietet jetzt auch Platz für ein Ausbildungszentrum für augenmedizinische Fachkräfte. Besonders in ländlichen Gebieten arbeiten nur sehr wenige AugenärztInnen. Daher sind oft AugenkrankenpflegerInnen in kleinen Gesundheitsstationen die einzigen Anlaufstellen für die Menschen. Licht für die Welt fördert auch die Ausbildung dieser spezialisierten KrankenpflegerInnen. Insgesamt werden in der Klinik 37 Menschen unter der Leitung des langjährigen Partners und Augenarztes Dr. Abel Polaze tätig sein. Auch Besuche in entlegene Dörfer werden organisiert. Denn viele Menschen dort können sich die Reise in die Klinik der Provinzhauptstadt oft nicht leisten, obwohl ihre Blindheit relativ rasch behandelt werden könnte.