Inklusives Unternehmertum: Fähigkeiten fördern, Selbstbewusstsein stärken!

Die von Licht für die Welt ins Leben gerufene Initiative InBusiness stärkt KleinunternehmerInnen mit und ohne Behinderungen und unterstützt sie, ein selbstständiges und unabhängiges Leben zu führen.
Millicent trägt ein langes Kleid mit pink-schwarzen Ornamenten darauf. Die gebürtige Kenianerin hält ihr Produkt "Millibiwa" in den Händen. Eine Mehlmischung angereichert mit Tulsi, die sie in die ganze Welt exportiert.

Sich in einem von Vorurteilen geprägten Umfeld eine Existenz aufzubauen und ein selbstständiges Leben zu führen, ist für viele Menschen mit Behinderungen eine große Herausforderung. Doch gemeinsam mit der InBusiness Initiative in Kenia haben schon mehr als 140 UnternehmerInnen diese Vorurteile überwunden und ihre Unternehmen gegründet, vergrößert oder gestärkt. 

„Wir statten KleinunternehmerInnen mit und ohne Behinderungen mit den notwendigen Fähigkeiten aus, die es ihnen ermöglichen, ihr Unternehmen zu stärken. Sie lernen, wie Rechnungen und Verträge ausgestellt werden, wie sie verhandeln können und sich und ihr Angebot am Markt positionieren können“, sagt Steven Njenga, Landesdirektor von Licht für die Welt in Kenia. 

Selbstständigkeit erfordert viele Fähigkeiten

 
Als Schweißer weiß Henry nun auch, wie er seine Kunden an sich bindet und die dahinterliegende Organisation macht.

Henry Thuo aus Nairobi konnte sein Unternehmen mit der Unterstützung von InBusiness einen Schritt weiterbringen. Er hat eine Behinderung am rechten Fuß und arbeitet als Schweißer. 

„Durch die Unterstützung habe ich mein Unternehmen umstrukturiert und gelernt, wie ich meinen Kundenservice verbessere. Jetzt mache ich auch Gewinn und kann meinen Lebensunterhalt selbst bestreiten,“ erzählt Henry. 

Lösungswege durch Mentoring

Millibiwa hat das indische Heilkraut Tulsi als Kind bei ihren Nachbarn kennengelernt und schon früh von dessen heilsamer Wirkung erfahren. Dieses Wissen bildet den Grundstein ihres Unternehmens.

Auch Millicent hat angefangen, mit der InBusiness-Initiative zu arbeiten. Jedoch nicht, weil sie Unterstützung braucht ihr Produkt, eine Mehlmischung angereichert mit dem indischen Heilkraut Tulsi, zu vermarkten. Sie kommt mit den vielen Bestellungen unter anderem auch aus den USA, Dubai, London und Kanada nicht zurecht. 

Als einzige Unterstützung für ihren Ehemann, der vor einigen Jahren durch einen Schlaganfall vollständig gelähmt wurde, hat Millicent zwei Vollzeitjobs, die sich oft nicht miteinander vereinbaren lassen. 

Das Mentor-Training mit der InBusiness Initiative hat ihr Wege eröffnet, wie sie ihr Unternehmen weiter aufbauen und gleichzeitig als Vollzeitpflegekraft führ ihren Mann da sein kann. Musste Millicent für das Mahlen der Mehlmischung zuvor das Haus verlassen, hat sie nun eine eigene Mühle zu Hause. Sie erleichtert den Arbeitsprozess und ermöglicht Millicent, in der Nähe ihres Mannes zu bleiben. 

Neben der Unterstützung für KleinunternehmerInnen engagiert sich die InBusiness Initiative noch in anderen Bereichen. Seit Beginn von InBusiness konnten schon mehr als 70 KleinunternehmerInnen mit und ohne Behinderungen mit GeschäftspartnerInen zusammengebracht werden. Spezielle Trainings an Universitäten geben Jugendlichen notwenige Fähigkeiten mit, die sie für den Arbeitsmarkt fit machen und ihnen die Jobsuche erleichtern werden. 

Die InBusiness-Initiative verringert Vorurteile und bringt Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen und fördert dadurch eine inklusive Welt.