26.05.2020

Licht für die Welt begrüßt Aufstockung der Auslandshilfe Österreichs

Internationales Rettungspaket für COVID-19-Pandemie zusätzlich notwendig

Licht für die Welt begrüßt die geplante Erhöhung des Budgets für Entwicklungszusammenarbeit und die Aufstockung des Auslandskatastrophenfonds, die diese Woche im Nationalrat beschlossen werden sollen. Konkret werden zukünftig zwölf Millionen Euro mehr für bilaterale Projekte der Entwicklungszusammenarbeit und über zehn Millionen für den Auslandskatastrophenfonds bereitgestellt. „Das ist ein positives Signal und ein Schritt in Richtung international vereinbartes Ziel von 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) für öffentliche Entwicklungshilfeleistungen“, so Sabine Prenn, Geschäftsführerin von Licht für die Welt Österreich. Die Situation in den Entwicklungsländern verschlechtert sich zusehends aufgrund der COVID-19-Pandemie, berichten die lokalen Partner von Licht für die Welt. „Um die globale Corona-Krise zu bewältigen braucht es zusätzlich ein großes internationales Rettungspaket mit einer Soforthilfe in Höhe von 100 Millionen Euro“, so Sabine Prenn. Zudem fordert Licht für die Welt, dass die Rechte von Menschen mit Behinderungen bei allen Entwicklungsleistungen immer berücksichtigt werden müssen.

Internationales Soforthilfepaket wäre nur ein Viertel Prozent des nationalen Rettungspakets für Österreich

Licht für die Welt erinnert daran, dass die Erhöhung der nun zu beschließenden Mittel bereits vor Ausbruch der COVID-19-Pandemie im Budgetentwurf der türkis-grünen Bundesregierung vorgesehen war. „Wir sehen immer mehr Fälle von extremer Unterernährung bei Kindern und Erwachsenen mit Behinderungen beispielsweise in den Flüchtlingslagern im Südsudan“, warnt Prenn. Licht für die Welt fordert deshalb gemeinsam mit der AG Globale Verantwortung und anderen österreichischen Organisationen für Entwicklungszusammenarbeit ein internationales Rettungspaket mit 100 Millionen Euro an Soforthilfe. „Die 100 Millionen sind nur etwa ein Viertel Prozent der 38 Milliarden, die für die Bewältigung der Krise in Österreich vorgesehen sind. Das sollte sich ein reicher Staat wie Österreich leisten können“, so Prenn.

Afrika kämpft mit mehreren Krisen

Die Ausbreitung des Virus, die Verhängung der strengen Lockdown-Maßnahmen und die Grenzschließungen stellen die afrikanischen Länder vor große Herausforderungen. Aktuell kommen noch Überschwemmungen, Heuschreckenschwärme und andere Naturkatastrophen hinzu, die die Ernten zu vernichten drohen. Weiters ist zu befürchten, dass sich bestehende Krankheiten weiter ausbreiten, weil sie wegen der Coronakrise nicht ausreichend behandelt werden können, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits ausdrücklich warnte. Licht für die Welt rechnet deshalb mit mehr Armut, Krankheitsfällen und wirtschaftlich katastrophalen Auswirkungen besonders auch für Menschen mit Behinderungen.

Katastrophale Folgen abfedern

Konkret soll mit den 100 Millionen Euro ein wichtiger Beitrag zur Krisenbekämpfung geleistet werden. Wesentlich sind Lieferungen von medizinischer Ausrüstung, Schutzbekleidung, Aufklärung über das Virus bis in die entlegenen ländlichen Regionen sowie der Ausbau der Hygiene- und Trinkwasserinfrastruktur. Weiters sollen die medizinischen und wirtschaftlichen Strukturen gestützt sowie die Funktionsfähigkeit der Bildungseinrichtungen und die Menschenrechte im Rahmen der allgemeinen Entwicklungszusammenarbeit gewahrt werden. „Wir müssen die katastrophalen Folgen durch das Virus und den Lockdown für Afrika abfedern. Afrika ist ein wichtiger Zukunftskontinent für Europa und somit auch ein immer wichtiger werdender Partnerkontinent für Österreich“, so SabinePrenn.

Rückfragen:
Franko Petri
Pressesprecher Licht für die Welt
E-Mail: f.petri [at] licht-fuer-die-welt.at
Telefon: 01-8101300-34

Licht für die Welt
Licht für die Welt ist eine internationale Fachorganisation für inklusive Entwicklung. Unser Ziel ist eine inklusive Gesellschaft, die allen offen steht und niemanden zurücklässt. Wir setzen uns für barrierefreie augenmedizinische Versorgung ein und unterstützen inklusive Bildung und Rahmenbedingungen für ein selbstbestimmtes Leben, damit Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können. Licht für die Welt ist als unabhängiger, gemeinnütziger Verein organisiert und unterhält Länderbüros in Äthiopien, Burkina Faso, Mosambik und Südsudan. Mit unseren Programmen stärken wir die Rechte von Menschen mit Behinderungen, ermöglichen ihnen ein selbstbestimmtes Leben und helfen ihnen aus der Armutsfalle.

Spendenkonto: Licht für die Welt. IBAN: AT92 2011 1000 0256 6001 BIC: GIBAATWWXXX

www.licht-fuer-die-welt.at
www.facebook.com/lichtfuerdiewelt
www.twitter.com/LFDWdach