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Aktuelle Schwerpunkte der Arbeit von LICHT FÜR DIE WELT

Äthiopien

Äthiopische Fachkräfte retten Augenlicht

1,2 Millionen Menschen in Äthiopien sind blind. Die Notwendigkeit der Hilfe ist also enorm. Daher ist Äthiopien das wichtigste Schwerpunktland von LICHT FÜR DIE WELT. Allein im Bereich Blindheitsverhütung führt LICHT FÜR DIE WELT 16 Hilfsprojekte durch. Wesentliche Unterstützung leistet dabei die österreichische Bundesregierung im Rahmen der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.
2007 wurden in LICHT FÜR DIE WELT-Projekten 10.409 Star-Operationen durchgeführt. LICHT FÜR DIE WELT unterstützt im Rahmen des Nationalen Blindheitsverhütungsplans Ausbildungsprogramme lokaler Fachkräfte im augenmedizinischen Bereich an den Universitäten in Gondar, Awassa und Jimma.
In Jimma schließt gerade ein Katarakt-Operateur aus der Region Somali seine Ausbildung ab und wird ab dem heurigen Jahr die Arbeit der beiden Augenärzte und Katarakt-Operateurin in dieser Region unterstützen. Ein wichtiger nächster Schritt für die 5,4 % blinden Menschen der insgesamt 4,1 Millionen Einwohner.

Menschen mit Behinderungen

Um Menschen mit Behinderungen, insbesondere Kinder, in ihrer Entwicklung und der Entfaltung ihrer Möglichkeiten zu fördern, besuchen Rehabilitationshelfer in Gondar Familien mit behinderten Angehörigen. Neben der therapeutischen Betreuung und der Arbeit mit den Familien wird auf die Bewusstseinsbildung in den Dörfern und den lokalen Einrichtungen großer Wert gelegt.

Mädchen mit Prothese und Rehabilitationshelferin

Rehabilitationshelferin Tsehaynesh zeigt Zelalem, richtig mit ihrer Prothese umzugehen.

So wurden Schülerklubs gegründet, die dafür sorgen, dass behinderte Kinder in den Schulen gut integriert sind und gleichberechtigt am Unterricht teilnehmen können.
Sie nehmen aber auch an den traditionellen Kaffee-Zeremonien teil und machen in ihrer Nachbarschaft deutlich, wie wichtig die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen im Alltagsleben ist. Diesem von LICHT FÜR DIE WELT geförderten Modellprojekt der Gemeindenahen Rehabilitation in Gondar folgen im laufenden Jahr weitere, insbesondere in Awassa und den bis jetzt kaum erreichten ländlichen Regionen um Arba Minch im Süden des Landes.

Zelalem kann wieder gehen!

Als die 8-jährige Zelalem nach einem Unfall mit einem Pferdewagen ihr rechtes Bein verlor, brach eine Welt für sie zusammen. Doch in einem von LICHT FÜR DIE WELT unterstützten Therapiezentrum in Arba Minch bekam sie eine Prothese und Krücken.
Mit ihrer Rehabilitationshelferin lernt das Mädchen nun, damit umzugehen. Sie lernt, die Prothese zu belasten und das Gleichgewicht zu halten. Die Übungen sind anstrengend und langwierig, aber es stellen sich bereits Erfolge ein. In rund zwei Jahren wird das Mädchen ohne Krücken gehen können. Bei ihren ersten Schritten mit der Prothese hat Zelalem ihren Lebensmut wiedergefunden. Sie kann jetzt mit ihren Freundinnen spielen und lachen!

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Mosambik

Sehend in die Zukunft

Seit Oktober 2007 ist in dem von LICHT FÜR DIE WELT aufgebauten augenmedizinischen Programm in der Provinzhauptstadt Beira der äthiopische Augenarzt Dr. Assegid Aga tätig. Neben den Augenuntersuchungen und –operationen an der Klinik in Beira selbst – im Jahr 2007 waren es 22.690 Patienten, die die Augenambulanz aufgesucht haben – wird er im Jahr 2008 einen Schwerpunkt darauf legen, auch Patienten in anderen Teilen der Provinz Sofala zu erreichen.
Gemeinsam mit dem Team der Augenklinik sind insgesamt 24 Außeneinsätze geplant, oft in hunderte Kilometer entfernte Orte. Patienten, deren Augenlicht mit einer Operation gerettet werden kann, werden in die Klinik nach Beira gebracht. Nur wenige Tage nach der Operation gibt es ein – im wahrsten Sinne des Wortes – Wiedersehen mit ihrem Dorf.
Auch in der Nachbarprovinz haben die Bemühungen von LICHT FÜR DIE WELT, im Rahmen eines Nationalen Blindheitsverhütungsplans insbesondere Nord- und Zentralmosambik zu unterstützen, Früchte getragen. An der Augenklinik in Quelimane wurden im Jahr 2007 insgesamt 7.432 Patienten untersucht und 234 Operationen am Grauen Star durchgeführt.
Darüber hinaus konnten die Augenkliniken in Lichinga und Tete mit Instrumenten und Medikamenten ausgestattet werden.

 Lachende Frau mit Enkerl im Arm

Überglücklich nimmt Julieta die kleine Gila in den Arm. Endlich kann sie ihr Enkerl nicht nur spüren, sondern auch sehen!

Rehabilitation und Ausbildung

Im Rahmen einer von LICHT FÜR DIE WELT geförderten Initiative in Beira erlernen blinde Menschen die Anwendung von EDV-Programmen sowie die Nutzung von E-mail und Internet. Die erworbenen EDV-Kenntnisse erhöhen ihre Chancen für Ausbildung und Berufsmöglichkeiten.
In den Provinzen Sofala und Chimoio werden in den nächsten drei Jahren mit Unterstützung von LICHT FÜR DIE WELT 14 blinde Menschen zu Lehrern ausgebildet. Sie erhalten nach ihrem Abschluss eine Anstellung im staatlichen Schulsystem und werden damit in den Arbeitsmarkt integriert.
Vor einer großen Herausforderung steht LICHT FÜR DIE WELT im Bezirk Sofala, wo ein Pilotprojekt zur Gemeindenahen Rehabilitation von Menschen mit Behinderungen aufgebaut werden soll.

Julietas Weg ins Licht

Ein halbes Jahr lang ist Julieta blind. Die agile Oma, die kochte, am Feld half, sich um die Enkerl kümmerte, war plötzlich auf die Unterstützung ihrer Familie angewiesen.
Dann hört ihr Sohn Augusto, dass ein Augenarzt für einen Tag in den nahen Ort Muanza kommt. Er setzt seine Mutter auf sein Fahrrad, teilweise trägt er sie durch das hohe Schilf, über Bäche. Bei dem Außeneinsatz der Augenklinik in Beira wird Grauer Star diagnostiziert. Für Julietas Transport ins Provinzspital ist gesorgt.
Am nächsten Morgen wird sie operiert. Und dann traut Julieta ihren Augen kaum: Sie kann die Finger des Augenarztes zählen! Und noch viel größer ist die Freude, als sie daheim endlich ihre jüngste Enkelin sieht!

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Burkina Faso

Schritte ins Leben

Für viele Kinder mit Behinderungen in Burkina Faso gibt es weder Therapien noch unterstützende Heilbehelfe. In der Region um Kaya ist das seit der Aufnahme der Arbeit des von LICHT FÜR DIE WELT geförderten Programms zur Gemeindenahen Rehabilitation im Jahr 2006 anders: Bei Hausbesuchen zeigen Rehabilitationshelfer den Eltern, wie sie die Kinder beim Erlernen lebenspraktischer Fertigkeiten unterstützen können. Die Entwicklung der Kinder wird auf diese Weise im familiären Umfeld gefördert. Es sind viele kleine Wunder, wenn die Kinder nach und nach Schritte in die Selbständigkeit machen und nicht mehr in all den kleinen Dingen des täglichen Lebens auf die Fürsorge anderer angewiesen sind.

LICHT FÜR DIE WELT unterstützte 2007 in Burkina Faso 4 weitere Rehabilitationsprojekte - mehr als 2.700 Kinder konnten gefördert werden! Seit 2008 unterstützt LICHT FÜR DIE WELT zwei weitere Rehabilitationsprojekte.
Wo immer möglich arbeiten diese eng mit medizinischen Einrichtungen zusammen, wie der von LICHT FÜR DIE WELT aufgebauten Augenklinik in Zorgho. Ziel ist, in den kommenden Jahren das augenmedizinische Engagement auch auf andere Regionen auszuweiten.

Bub geht am Barren. Daneben Mutter und Rehabilitationshelfer

Kaum ist der Barren fertig macht Gérard begeistert die ersten Schritte in ein Leben auf eigenen Beinen!

Zeichen setzen

CEFISE in der Hauptstadt Ouagadougou ist keine Schule wie andere - immer wieder verständigen sich Schüler untereinander und mit den Lehrkräften über Zeichen: Gehörlose und gehörbeeinträchtigte Kinder werden in die Ausbildungsprogramme inkludiert. Über 250 sind es mittlerweile, die auf unterschiedlichen Ebenen - von der Vorschulausbildung bis hin zur Berufsausbildung - gefördert werden. LICHT FÜR DIE WELT hat neben der gezielten Weiterentwicklung des Angebots für Kinder mit Hörbeeinträchtigungen auch den Ausbau des Zentrums ermöglicht. Außerdem unterstützt LICHT FÜR DIE WELT die Ausbildung einer Lehrerin zur dringend benötigten Logopädin, eine Disziplin, die es in Burkina Faso nur bei CEFISE gibt.

Gérard lernt gehen - Ein Dorf hilft mit

Gérard kann von Geburt an seine Beine und die rechte Hand nicht bewegen, nicht aufstehen, sich nicht fortbewegen. Mutter Monique kümmert sich liebevoll um ihn, aber helfen kann sie nicht. Dann wird Rehabilitationshelfer Jean-Claude auf die Familie aufmerksam: Bei fachgerechter Betreuung wird Gérard Fortschritte machen, sogar gehen lernen!
Mit Massagen und Übungen beginnt Jean-Claude, die Muskulatur des Buben zu kräftigen. Und bald steht Gérard wirklich auf. Für weitere Fortschritte braucht er einen Barren. Bei dessen Bau hilft das ganze Dorf mit und erkennt, welche Fähigkeiten der behinderte Bub hat.
Als sich Gérard zum ersten Mal an seinem neuen Barren aufrichtet, strahlt er vor Glück!

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Sudan

Eine Augenklinik entsteht

Am Spital in Mapurdit im Südwesten des Sudan mussten Menschen mit Augenproblemen bis vor kurzem abgewiesen werden. Die notwendigen Geräte und Medikamente fehlten, niemand konnte Augenkrankheiten diagnostizieren.
Im Jahr 2006 hat LICHT FÜR DIE WELT die Herausforderung angenommen, erstmals eine kontinuierliche augenmedizinische Versorgung für die 1,8 Millionen Einwohner der Region aufzubauen:
Ein Augenkrankenpfleger wurde angestellt, ein geeignetes Gebäude für die kleine Augenklinik ist im Entstehen. So konnte im April 2008 erstmals ein Augenärzteteam nach Mapurdit reisen und die Patienten operieren, bei denen Grauer Star festgestellt wurde.
Auch Menschen mit infektiösen Augenkrankheiten, Trachom sowie von Blindheit bedrohte Kinder werden in der neuen Augenklinik künftig besser versorgt werden.

Inklusive Bildung für Kinder mit Behinderungen

Nach Jahren des Bürgerkriegs sind die Herausforderungen an das Bildungssystem im Südsudan groß. Eine ganze Generation hatte keinen Zugang zu Schulbildung. Es ist schwer, qualifizierte Lehrkräfte für den Unterricht zu finden. Schulen müssen eingerichtet, Materialien bereitgestellt, und die Wichtigkeit der Grundschulbildung für alle Kinder vermittelt werden. Bei all diesen Herausforderungen ist die Gefahr groß, dass auf Kindern mit Behinderungen vergessen wird.

lachende Frau mit Augenbinde und Enkerl im Arm

Aktuek ist überglücklich. Endlich kann sie wieder sehen und ihr Enkerl versorgen!

LICHT FÜR DIE WELT unterstützt gemeinsam mit der niederländischen Organisation Dark & Light Initiativen von Partnerorganisationen im Südsudan, um Kinder mit Behinderungen eine Grundschulbildung zu ermöglichen. Sie ist die Basis für die Gestaltung ihrer Zukunft. Das betrifft die Chancen für die eigene Entwicklung und den Zugang zu Einkommensmöglichkeiten ebenso wie die aktive gleichberechtigte Mitgestaltung des Südsudan insgesamt.

Hilfsflüge retten Augenlicht

Aktuek Nal lebt gemeinsam mit ihrer Tochter und deren Familie nahe Padak im Südsudan. Früher war sie Zentrum des Familienlebens, kochte, hielt Hof und Hütte sauber, half auf dem Feld mit und versorgte die Enkelkinder.
Doch vor zwei Jahren verlor Aktuek ihr Augenlicht. Die lebensfrohe Frau verbrachte ihre Tage still und in sich gekehrt, ohne Beitrag zum Familienleben.
Im Dorf hörte sie, dass bald jemand kommen würde, der blinde Menschen untersuchen und vielleicht auch wieder sehend machen könnte. Bang erwartete Aktuek mit ihrer Familie die Ankunft des von LICHT FÜR DIE WELT unterstützten Hilfsflugs. Diagnostiziert wurde Grauer Star und die Frau bereits am nächsten Tag operiert. Heute kann Aktuek wieder sehen, arbeiten, ihre Enkel versorgen!

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